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Blick auf die Eibauer Instrumente
TV-Aufzeichnung von Sachsen Fernsehen Chemnitz

Vom Chor Posaunen zum Posaunenchor

Die Geschichte der Kirchenmusik in der südlichen Oberlausitz im 18. und 19. Jahrhundert
Die Ausstellung reihte sich ein in die Veranstaltungen zum 500 jährigen Jubiläum der Reformation in Deutschland im Jahre 2017. Die Reformation und deren Auswirkungen schufen die Voraussetzungen für die wirtschaftliche und geistig-kulturelle sowie geistliche Entwicklung in der Oberlausitz.

Nach dem 30jährigen Krieg waren auch durch den Zuzug von Exulanten aus Böhmen größere und vor allem protestantische Kirchengebäude notwendig geworden.
Mit dem Bau der Eibauer Kirche in den Jahren 1703 bis 1707 begann im Ort eine umfang-reiche Bautätigkeit unter dem Einfluss des ländlichen Barock. Handelsleute, sogenannte Faktoren bzw. Verleger, welche die gewebte Leinwand bis nach Übersee exportierten und den Weberfamilien Lohn und Brot gaben, ließen sich stattliche Herrenhäuser und ein entsprechendes Gotteshaus errichten.
Mit festlicher Kirchenmusik wurden die Gottesdienste ausgestaltet. In vielen Gemeinden der Oberlausitz gab es neben dem Sängerchor auch schon Kirchenorchester mit Streich-, Holz- und Blechblasinstrumenten.
Bestandteil der Kirchenorchester waren die sog. Kirchenposaunen in der besonderen Besetzung Sopran-, Alt-, Tenor- und Baßposaune die den Chorgesang unterstützen, den Gemeindegesang begleiteten und außerhalb der Kirche musizierten. (z.B. Beerdigungen oder Grußblasen zu Festzeiten) Sie gelten damit als die Vorfahren der heutigen Posaunenchöre, die um 1860 gegründet wurden allerdings in chorischer Besetzung im Rahmen der Jungmännervereine. Der Eibauer Posaunenchor im heutigen Sinne wurde 1858 gegründet.

Für Eibau sind Musikinstrumente zum Gebrauch in der Kirchgemeinde bereits 1765 nachweisbar. Zu Ostern 1765 wurde in der Kirchenmusik in Eibau das Notensingen eingeführt. Das Vorhandensein einer Schenkungsurkunde über den Zugang von Musikinstrumenten in der Kirchengemeinde Eibau aus dem Jahre 1765, ein Satz Naturtrompeten sowie zweier Kesselpauken sind zentrale Exponate der Ausstellung.
Die Tradition der oben genannten Kirchenposaunen ist nur in der Oberlausitz bekannt.
Die Musikwissenschaft hat dieses Phänomen des Laienmusizierens auf dem Lande bisher kaum beachtet. Mit der Ausstellung in Eibau wollte die Sächsische Posaunenmission zusammen mit den Museumsmitarbeitern auf diese Besonderheit der oberlausitzer Kirchengeschichte aufmerksam machen und gleichzeitig einen ganz eigenen Beitrag zum Reformationsjubiläum leisten.
TV-Beitrag von Sachsen-Fernsehen

Die Ausstellung "Vom Chor Posaunen zum Posaunenchor" im Internet

Um die Thematik "Geschichte der Kirchenmusik in der Oberlausitz im 18. und 19. Jahrhundert" allen Interessenten, auch überregional, bekanntmachen zu können, wurde das vorliegenden Angebot zum Download entwickelt und bereitgestellt.
Dabei ist es auch Ziel, weitere Forschungen auf kirchenmusikalischen Gebiet anzuregen.
PDF-Download
(ca. 1.8 MByte)

„Das Heer Maria Theresias“ - Der siebenjährige Krieg in der Oberlausitz

Harald Skala aus Obercunnersdorf, der sich seit vielen Jahren mit der Militärgeschichte der Zeit Maria Theresias und den Uniformen ihrer Armee befasst, stellte einige seiner Aquarelle zu dem Thema sowie Informationen über die Organisation des Heeres aus.
Graf Bobby, der bekannte österreichische Romanheld vom Anfang des 20. Jahrhundert, saß 1918 in einem Wiener Kaffee und sinnierte vor sich hin: “So eine schöne Armee ham ma gʻhabt. Husaren, Dragoner, die Prachtrösser! Und erst die Fahnen mit den schönen Stickereien. Was für eine Gloria! Da kann man sagen, was man will, das war die schönste Armee der Welt! Und was habenʻs gʻmacht mit dera Armee? In Krieg haben sieʻs gʻschickt!“

Es stimmt, bis in die Zeit Maria Theresias konnten die Regimentschefs – in Österreich wurden sie „Regiments-Inhaber“ genannt – die Farben der Uniformen ihrer Soldaten selbst bestimmen. Jeder wollte dass sein Regiment das schönste ist und die Regimentsinhaber investierten viel Geld in die Uniformen ihrer Soldaten.

Harald Skala aus Obercunnersdorf begeisterte diese Farbenpracht schon von klein auf. Seit vielen Jahren befasst er sich mit der Militärgeschichte der Zeit Maria Theresias und mit den Uniformen der kaiserlich-königlichen Armee. Für seine Bücher malte er eine Reihe von Aquarellen. Eine kleine Auswahl dieser farbenfrohen Bilder und etwas über die Regiments-geschichten werden in der Ausstellung im Faktorenhof Eibau bis Juni zu sehen sein.

Für das im Sommer 2018 erscheinende Heft 34 der "Chronikblätter von Eibau, Neueibau und Walddorf" stellt Harald Skala einen Beitrag zur Verfügung. Infos unter Telefon 03586 - 702051

300 Jahre Faktorenhof Eibau

Auf dem Schlussstein des früheren Eingangsprotales zum Faktorenhof findet sich die Jahreszahl 1717. Davin ausgehend fanden 2017 mehrere Veranstaltungen anlässlich des Jubiläums statt. Neben einem Vortrag zur Geschichte des Hauses und des Faktorenwesens hatte das Museum am 21. Oktober zu einer musikalischen Museumsnacht in den festlich angestrahlten Faktorenhof eingeladen. Jochen Kaminsky, der Stadtwächter von Zittau, und Museumsleiter Christfried Heinrich führten durch die historischen Räumlichkeiten und gaben manche interessante Begebenheit zum Besten. Die Gruppe "Gaukelfuhr" umrahmte mit ihrer Musik den Abend stimmungsvoll.

Der Vortrag von Jochen Kaminsky zur Geschichte der Eibauer Handelsniederlassung wurde im Heft 33 der "Chronikblätter von Eibau, Neueibau udn Walddorf" abgedruckt.
Erleben Sie Höhepunkte der Eibauer Museumsnacht dokumentiert von Ralph Bernhardt, Löbau.
  • Kontakt: 
    Hauptstraße 214a
    OT Eibau
    02739 Kottmar
    Tel. 03586/702051
    Fax 03586/702057
  • Öffnungszeiten: 
    Di - Fr:
    10-12/13-16.30 Uhr
    Sa./So/feiertags: 13.00 - 17.00 Uhr;

    Museum und Touristinformation montags geschlossen (außer Feiertags)!
  • TOURISTINFO FAKTORENHOF EIBAUER HEIMATMUSEUM
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